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Sie sind der
Besucher seit 16.05.2007
Neuer Wanderweg
„Route der Toleranz“:
1200 Kilometer langer „Hugenotten- und
Waldenserpfad“ wird geplant
Hier finden Sie eine Sammlung von Berichterstattungen über den neuen
Waldener-Wanderweg:
Quelle:
Webseiten der Gemeinde Wurmberg / Enzkreis.
www.wurmberg.de
Kulturfernwanderweg
''Hugenotten- und Waldenserpfad''
Der Kulturfernwanderweg „Hugenotten- und Waldenserpfad“ ist Teil einer
Europäischen Kooperation vieler Partner in Deutschland, Frankreich, Italien
und der Schweiz. Diese engagieren sich unter dem Motto „Auf den Spuren der
Hugenotten und Waldenser“ dafür, das Bewusstsein für das historische
Kulturerbe der Hugenotten und Waldenser zu bewahren und in Verbindung zu
bringen mit der Aktualität der Themen Exil, Migration und Integration. In
Deutschland hat sich im Juni 2009 in der Hugenottenstadt Neu-Isenburg ein
Trägerverein gegründet, der sich für die Umsetzung dieser Ziele und die
Realisierung des Kulturfernwanderweges in Deutschland einsetzt.
Ein Fernwanderweg von 1.800 km
Gesamtlänge
Der Hugenotten- und Waldenserpfad folgt dem
realen historischen Fluchtweg der Hugenotten aus der Dauphiné von
Poët-Laval im Drôme-Gebiet über Genf nach Baden-Württemberg und ihrem
weiteren Weg durch Hessen bis Bad Karlshafen.
Der Exilweg der aus den piemontesischen Tälern
kommenden Waldenser stößt kurz vor der schweizerischen Grenze auf den Weg
der Hugenotten. Die europäische Wegroute, die verschiedenartige Länder,
Kulturen und Landschaften durchquert, bildet das Rückgrat für die regionalen
Erlebnisräume, in denen das Kulturerbe und der thematische Reichtum
attraktiv und mit hoher Qualität präsentiert wird – ein besonderes
touristisches, kulturelles, gastronomisches Angebot für Fern- und
Tageswanderer sowie Urlauber, das individuell oder aber auch in einem
Gesamtpaket genutzt werden kann. Museen, interessante Ortsführungen,
Rundwege, sehr gute Regionalkarten und Landschaftsführer sind Kennzeichen
für ein solches Qualitätsangebot.
Die Streckenführung in Deutschland
Ausgehend von dem für die Exilgeschichte der
Flüchtlinge sehr bedeutenden schweizerischen Grenzort Schaffhausen
verläuft der Kulturwanderweg über die Südausläufer der Schwäbischen Alb,
weiter entlang des Neckars und zielt dann direkt auf Neuhengstett, den
südlichsten Waldenserort zu.
Nach Norden weiter durch den Kraichgau
verlaufend, durchzieht der Weg die dortigen Waldenserdörfer, bindet
Pforzheim mit einer Schleife ein und geht dann nach Norden weiter. Nach
Überquerung des Neckars zieht er weiter durch den Odenwald, um nach den
Waldenserorten Rohrbach, Wembach und Hahn in das südliche Rhein-Main-Gebiet
zu kommen. Hier macht der Weg einen Bogen auf Walldorf zu, verläuft dann
durch Neu-Isenburg, um durch Frankfurt nach Norden in den Taunus zu ziehen.
Offenbach, Hanau und Waldensberg sind durch eine weiträumige Schleife an
diese Hauptroute angebunden. Im Taunus durchquert der Weg mehrere Orte,
trifft auf die Lahn und zieht dann durch das Hessische Hinterland nach
Marburg. Von hier aus geht der Weg weiter nach Norden durch den Burgwald,
den Kellerwald und das nordhessische Bergland bis zum nördlichen Endpunkt
Bad Karlshafen. Die Wegstrecke in Deutschland beträgt ohne die Wegschleifen
etwa 800 Kilometer. |
Quelle: Dieser Text wurde entnommen aus der Homepage
der Stadt Wetter (Hessen)
http://www.wetter-hessen.de/w3a/cms/Tourismus/Wanderungen/Hugenotten-_und_Waldenserpfad/index.79261.html;jsessionid=D663947398463BD7DAC81F55FD29FEB7
"Auf den Spuren der Hugenotten und
Waldenser"
Presseinformation vom 29. Juni 2009
„Auf den Spuren der Hugenotten und
Waldenser" von der Dauphiné in Frankreich nach Bad Karlshafen: am 25.
Juni 2009 wurde in Neu-Isenburg ein nationaler Trägerverein für den
Europäischen Kulturfernwanderweg gegründet
Am 25. Juni 2009 gründete sich unter der Schirmherrschaft von Frau
Staatssekretärin Nicola Beer, Hessisches Ministerium der Justiz, für
Europa und Integration der nationale deutsche Trägerverein innerhalb des
europäischen Kulturfernwanderwegprojekts „Auf den Suren der Hugenotten und
Waldenser“.
Am 25. Juni 2009 gründete sich unter der
Schirmherrschaft von Frau Staatssekretärin Nicola Beer, Hessisches
Ministerium der Justiz, für Europa und Integration der nationale deutsche
Trägerverein innerhalb des europäischen Kulturfernwanderwegprojekts „Auf
den Suren der Hugenotten und Waldenser“.
Der neu gegründete Verein verfolgt folgende Zielsetzungen:
Mit dem europäischen Kulturwanderweg soll das historische Kulturerbe in
seiner Bedeutung für die kulturelle Identität im öffentlichen Bewusstsein
verankert, breiten Bevölkerungskreisen zugänglich gemacht und den
Mitgliedskommunen, -vereinen und -einrichtungen dazu geeignete
Instrumentarien in die Hand gegeben werden. Regionale Maßnahmen in den
Erlebnisräumen und Regionalforen sollen zusammengeführt werden.
Der Verein „Hugenotten- und Waldenserpfad“ ist Teil einer europäischen
Kooperation mit Partnern in Italien, Frankreich und der Schweiz, die
gemeinsam Verantwortung für die Gründung, Umsetzung und Erhaltung des
Europäischen Kulturwanderwegs „Auf den Spuren der Hugenotten und
Waldenser“ tragen. Die Konzeption dieses Kulturwanderwegs erinnert daran,
dass Flucht, Exil, Toleranz und Integration auch heute einen Schwerpunkt
gesellschaftlicher und politischer Fragestellungen bilden. Der
Fernwanderweg verfügt über eine eigene Qualitätscharta. Das historische
Kulturerbe der Hugenotten und Waldenser in seiner herausragenden Bedeutung
für die kulturelle Identität soll im öffentlichen Bewusstsein verankert,
breiten Bevölkerungskreisen zugänglich gemacht und den Mitgliedern dazu
Instrumentarien in die Hand gegeben werden.
Die Route des 1.800 km langen Kulturfernwanderwegs verläuft von dem Ort
Poet-Laval im südfranzösischen Departement Rhone-Alpes über die
südfranzösischen Alpen bis Genf, wo eine weitere Wegstrecke der Waldenser
aus dem Piemont hinbzustößt. Weiter durch die Schweiz entlang der Aare
über Schaffhausen nach Deutschland, über den Ostrand des Schwarzwaldes
entlang des Neckars nach Norden in den Kraichgau führt die Route zum
Odenwald. Von dort geht es weiter über das Rhein-Main-Gebiet bzw. den
westlichen Spessart, den Hochtaunus, das Lahn-Dill-Bergland, Burgwald und
Kellerwald bis in das nordhessische Bergland zum Endpunkt Bad Karlshafen.
Dabei richtet sich die Routenführung nach den tatsächlichen historischen
Flucht- und Wanderwegen.
Der Charakter des historischen Weges änderte sich im europäischen Maßstab:
während es innerhalb Frankreichs ein Netz geheimer Pfade und Wege gab,
wurden in der Schweiz und den deutschen Ländern offizielle Wege und
Transportarten genutzt. Aus der Flucht wurde Schritt für Schritt und oft
Jahre andauernd das Finden einer neuen Heimat. Die Hugenotten und
Waldenser brachten dabei neue Techniken und Fertigkeiten mit: ein
Technologie-Transfer, der sich über mehrere Generationen bis heute
verfolgen lässt. Beispiele sind Textilverarbeitung, Uhrmacherhandwerk,
Spargelanbau und die Techniken der Buchdruckerkunst. Der Wegverlauf ist in
weitern Abschnitten bereits sehr detailliert abgestimmt und festgelegt,
die ersten Wegstrecken werden in diesem Sommer markiert.
Die Stadt Marburg und der nördlich anschließende Burgwald ist von der
Geschichte der Hugenotten und Waldenser geprägt worden. Hier fanden die
Glaubensflüchtlinge in der Stadt Marburg selbst, auf dem Frauenberg, in
Wetter-Todenhausen, Wohratal-Hertingshausen, Rauschenberg-Schwabendorf,
Burgwald-Wiesenfeld und Frankenau-Louisendorf eine neue Heimat. In den
Kolonien blieben die französische Sprache, traditionelle Sitten und
Gebräuche lange erhalten. Viele französische Familiennamen Museen,
Ortsbilder und bauhistorische Details erinnern bis heute an die Geschichte
der Flüchtlinge.
Der Burgwald soll zu einem attraktiven Erlebnisraum an dem europäischen
Kulturfernwanderweg entwickelt werden, in dem es viele Möglichkeiten gibt,
das Kulturerbe zu entdecken. Die fünf Orte im Burgwald haben sich daher
zusammengeschlossen, um gemeinsam kulturelle und wandertouristische
Angebote zu entwickeln. Geplant ist, den entlang des Burgwaldpfads
verlaufenden Hugenotten- und Waldenserpfad mit einem Wanderrundweg von
Marburg über Schwabendorf sowie über Hertingshausen zu ergänzen. Für die
Markierungsarbeiten, die ehrenamtlich von Aktiven aus den Orten übernommen
werden, wurden bereits die ersten Maßnahmen ergriffen. So verfügen die
Markierer über Schablonen mit dem Wegzeichen und wurden bereits für die
Praxis geschult.
Der Burgwald ist über Gerhard Badouin, dem Vorsitzenden des Arbeitskreis
Schwabendorf, in dem neuen nationalen Trägerverein vertreten. Badouin hat
dort die Funktion eines Beisitzers im Vorstand übernommen. Das museum
Daniel-Martin-Haus in Schwabendorf kann daher in Zukunft auch die Plakette
des nationalen Trägervereins tragen.
Der Verein „Hugenotten- und Waldenserpfad“ übernimmt die Umsetzung des
Projekts in Deutschland und sichert die Einbindung in den europäischen
Zusammenhang. Er wird seinen Sitz in Neu-Isenburg haben.
Bürgermeister Oliver Quilling, Stadt Neu-Isenburg, begrüßte die Teilnehmer
der Gründungsversammlung im Rathaus der Stadt Neu-Isenburg und betonte die
historische Verbindung der Stadt zu der Geschichte der Hugenotten, die
sich heute noch im Stadtbild ablesen läßt.
Projektkoordinatorin Dr. Renate Buchenauer führte in die Aufgaben und
Ziele der Vereins in Gründung ein und bedankte sich bei allen, die das
Projekt bisher hierher unterstützt und begleitet haben.
Frau Prof. Dr. Barbara Döhlemeyer, Max-Planck-Institut Frankfurt führte
mit einem Vortrag „Auf den Spuren der Hugenotten und Waldenser“ in das
Thema ein und zeigte die vielen materiellen und immateriellen thematischen
Linien aus der Geschichte in die Gegenwart und die Zukunft auf.
Die Versammlungsleitung übernahm Herr Stadtverordnetenvorsteher
Krummbiegel.
Nach Diskussion der Satzung wurde die Gründung des Vereins festgestellt
und der neunköpfige Vorstand gewählt, dessen 1. Vorsitzender . Herr 1.
Stadtrat Hunkel, Neu-Isenburgsei wird.
An der Gründungsversammlung nahmen etwa 50 Personen aus Hessen und
Baden-Württemberg teil. Bei Vereinsgründung lagen 40 Beitrittserklärungen
vor, insgesamt nahmen 32 Gründungsmitgliederan der Gründungsversammlung
teil, darunter zahlreiche Kommunen, Landkreise, Kultur- und Wandervereine,
Kirchengemeinden, regionale Verbände und interessierte Einzelpersonen.
Für sie ergibt sich aus der
Vereinsmitgliedschaft eine Reihe von Vorteilen:
· Alle Mitglieder sind berechtigt, das Design des
Projekts für ihr internes und externes Marketing unter Beachtung der
Qualitätskriterien zu benutzen;
· Städte und Gemeinden werden in die nationalen und
internationalen Aktivitäten, Beratungsangebote, Informations- und
Öffentlichkeitsstrategien des Vereins eingebunden und auf regionaler,
nationaler und internationaler Ebene direkt beworben,
· sie gehören damit zu einem engen, vielseitigen europäischen
Partnernetzwerk und
· profitieren von dem steigenden Besucherinteresse;
· Heimatvereine, Museen, Kirchengemeinden und Verbände
profitieren von den Vereinsangeboten (Veröffentlichungen,
Informationsmaterialien, Ausstellungen, Veranstaltungen, Schulungen) in
Form steigender Besucherzahlen;
· Hotels und Gaststätten werden aktiv in die
Werbestrategien eingebunden und profitieren von einem hierdurch erhöhten
Bekanntheitsgrad und steigenden Gäste- und Übernachtungszahlen,
· sie können an Schulungen teilnehmen und erfahren als Mitgliedsbetrieb
eine besondere Qualitätsauszeichnung;
· Privatpersonen haben durch die Mitgliedschaft die
Möglichkeit, sich und ihre Interessen aktiv in die Vereinsarbeit
einzubringen und den Vorteil von Vergünstigungen.
Auf den Verein warten folgende aktuelle
Aufgaben:
1. Einrichtung einer Geschäftsstelle,
2. Öffentlichkeits- und Informationsarbeit
3. Unterstützung der Mitglieder entlang der Wegstrecke bei der
Realisierung des Weges und der begleitenden touristischen und kulturellen
Angebote
4. Erarbeitung eines Qualitäts-Handbuchs auf der Grundlage der
internationalen Qualitätscharta
5. Abstimmung von nationalen Projektmaßnahmen mit nationalen und
europäischen Förderprogrammen
6. Einstieg in die internationale Kooperation im Bereich der Kulturarbeit
und des touristischen Marketings
Vorläufige Koordinationsstelle:
Dr. Renate Buchenauer, Großseelheimerstr. 8, 35039
Marburg fff
Tel.: 06421/47673, E-Mail: planungsbuerodrbuchenauer@yahoo.de
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Dieser
Bericht wurde entnommen aus "Bürger für Knittlingen.de"
Link zur Seite:
http://www.bürger-für-knittlingen.de/Pressespiegel/2008/08_02_Februar/BNN2008_02/BNN80201In1.html
Dort finden Sie auch ein Bild zu diesem Bericht.
In Großvillars war der
Weg nach Norden zu Ende
Internationaler Waldenserpfad
durch den Kraichgau
Umstrittene wirtschaftliche
Interessen
Von unserem Mitarbeiter Arnd Waidelich
Oberderdingen. „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“ – getreu
diesem Motto verlangten die absolutistischen Fürsten im 17.
Jahrhundert von ihren Untertanen strammes Mitmarschieren bei den
fürstlich verordneten Religionswechseln. Wer standhaft im Glauben
bleiben wollte, dem blieb nichts anderes als die Flucht. So etwa, als
Ludwig XIV. 1685 die Religionsfreiheit in Frankreich aufhob und viele
Waldenser und Hugenotten sich in Sicherheit bringen mussten. An die
Geschichte ihrer Vertreibung soll mit einem Wanderweg erinnert werden,
dem „Internationalen Hugenotten- und Waldenserpfad“. Er führt über 1
500 Kilometer von deren einstiger Heimat, dem Piemont und dem
Departement Rhône-Alpes, durch Frankreich, die Schweiz und
Deutschland. Zwölf Etappen sind in Deutschland vorgesehen. Auf dem Weg
vom Hegau am Bodensee zum nordhessischen Bad Karlshafen streift der
Weg den Naturpark Stromberg-Heuchelberg. Der Weg in den Norden war für
einige Waldenser in Großvillars zu Ende. Es wurde eine ihrer
Gründungen auf dem Weg in die Religionsfreiheit.
Bei der Vorbereitung dieses Pfades wurde nichts dem Zufall überlassen.
Lüneburger Marketingspezialisten kümmern sich um den Entwurf eines
Konzeptes, das durchaus wirtschaftliche Interessen verfolgt, wie
Geschäftsführer Cornelius Obier gestern vor rund 60 Teilnehmern eines
Workshops im Oberderdinger Forum einräumte. Eine große Zahl von
Kommunen, Landkreisen, Tourismuseinrichtungen und Regionen arbeiten
entlang der Wegstrecke mit und beteiligen sich finanziell. „Die
wenigsten werden das aus ideellen Gründen tun“, meinte Obier.
Schließlich soll mit dem Pfad die Attraktivität der jeweiligen
Stationen gestärkt und Touristen angelockt werden, die Geld mitbringen
und dort lassen.
Für eine solche Attraktivität gebe es allerdings Grundvoraussetzungen.
Zunächst einmal müsse die Wanderqualität stimmen. Asphaltierte Wege
über die gesamten 1 500 Kilometer könnten zwar nicht garantiert
werden. Dennoch zeigte sich Obier davon überzeugt, dass „wir über ein
tolles Konzept verfügen“.
Bis 2012 könne ein Wanderleitsystem erarbeitet werden mit
Informationsmaterial an allen Stationen und anspruchsvollen
Beherbergungsmöglichkeiten. Auf dieser Strecke sei es möglich, das
Hugenottenerbe bewusst zu machen und zu vermitteln. Langfristig strebe
er an, den Waldenserpfad als „Europäischen Kulturweg“ und
Fernwanderweg mit einem Motivthema anerkannt zu bekommen.
Die einzelnen Etappen stellte die Projektkoordinatorin Dr. Renate
Buchenauer vor. Zwölf an der Zahl wird jede Etappe in Einzelstrecken
von 15 bis 20 Kilometern zerteilt entlang der historisch bedeutsamen
Orte führen. Etliche der Teilnehmer des Workshops äußerten schon
eingangs Bedenken zur einseitig wirtschaftlichen Orientierung des
Pfades. Es dürfe nicht nur um die von Projektmanager Stefan Schulte
gestellte Frage gehen: „Wie können wir den Weg vermarkten?“ Wenn man
nur an Gastronomie und Wirtschaft denke, dann würde der Sinn des Weges
in den Hintergrund treten. Empfohlen wurde, die Erfahrungen der
Wandervereine in das Konzept einfließen zu lassen.
BNN, 01.02.2008 |
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Dieser
Bericht wurde entnommen aus
www.oberderdingen.de
Link zur Seite:
http://www.oberderdingen.de/news?action=view_one_article&article_id=2489
Dort finden Sie auch weitere Bilder zu diesem Bericht.
Internationaler Wanderweg „Hugenotten-
und Waldenserpfad“
05.02.2008
Am vergangenen Donnerstag
fand im Forum Oberderdingen im Rahmen des internationalen Projektes
„Hugenotten- und Waldenserpfad" ein touristischer
Workshop statt.
Rund 60 Teilnehmer aus
Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen sowie Frankreich konnte
Bürgermeister Thomas Nowitzki in Oberderdingen willkommen heißen.
Der internationale
Wanderweg, auf den Spuren der im 17.Jhd. aus Glaubensgründen aus dem
heutigen Piemont und dem Departement Rhône-Alpes geflohenen Hugenotten
und Waldenser, führt über 1500 Kilometer von Poet-Laval im
südfranzösischen Departement Rhônes-Alpes über die südfranzösischen
Alpen bis Genf, durch die Schweiz über Schaffhausen nach Deutschland,
über die Schwäbische Alb durch den Schönbuch und das Kraichgau bis zum
Odenwald. Von dort aus geht es weiter über das Rhein-Main-Gebiet, den
Hochtaunus bis in das nordhessische Bergland zum Endpunkt Bad
Karlshafen.
In Deutschland sind bislang
12 Etappen geplant. In der 9. Etappe liegt Oberderdingen mit dem
Waldenserort Großvillars am geplanten internationalen Hugenotten- und
Waldenserpfad, der hier den bereits bestehenden Waldenserweg aufnimmt.
In Großvillars wird der Weg an der Waldenserkirche und dem
Waldenserhäusle entlang führen. Auf der Freudensteiner Straße geht es
schließlich über das Derdinger Horn nach Oberderdingen durch den Amthof
und nach Flehingen weiter.
Die ersten Wanderer können
den europäischen Fernwanderweg voraussichtlich erstmals im Jahr 2012
entlang gehen.
Beteiligt sind an diesem
internationalen Projekt sowohl Kommunen, Landkreise und
Tourismuseinrichtungen als auch Regionen, die zum einen inhaltlich
mitarbeiten und zum anderen das Projekt finanziell unterstützen.
Am vergangenen Donnerstag
haben nun Vertreter der verschiedenen deutschen Etappen, vom Kraichgau
bis zur Region Burgwald weiter an der Konzeption und der touristischen
Vermarktung des Fernwanderweges sowie dem angestrebten Erlebniswert
(Kultur, Geschichte, Landschaft ...) und den damit verbundenen Effekten
auf die einzelnen Regionen vor dem Hintergrund der kulturhistorischen
Geschichte der Hugenotten und Waldenser gearbeitet.
Durch diesen Workshop wurden
die regionalen Akteure, Leistungsträger und Interessengruppen der
einzelnen Etappen in die Entwicklung des Marketingkonzeptes für den
internationalen Hugenotten- und Waldenserpfad eingebunden.
Gemeinsam wurde das
Marketingkonzept mit Leben gefüllt und touristische Angebote und
Produkte kreiert und konzipiert.
So wurde vorgeschlagen, für
den hungrigen Wanderer ein typisches Waldensergericht mit einem
Waldenserwein anzubieten oder dem Erfindergeist der Hugenotten- und
Waldenser in Vorträgen, Exkursionen und Kursen nachzuspüren.
Diese ganz unterschiedlichen
und facettenreichen Ideen für die einzelnen Etappen sollen nun im
nächsten Schritt zu einem erfolgreichen touristischen Qualitätsprodukt
für den touristischen Markt entwickelt werden und eine gemeinsame
Vermarktung vorangetrieben werden.
Weitere Informationen
erhalten Sie bei der Projektkoordinatorin Frau Dr. Renate Buchenauer,
Marburg, Tel.: 06421-47673, E-Mail: planungsbuerodrbuchenaue(AT)yahoo.de sowie beim Etappenmanager Herrn
Dietmar Gretter (Geschäftsführer des Naturparks Stromberg-Heuchelberg)
Tel.: 07045-3105 oder im Rathaus Oberderdingen, Bauamt, Frau Bertling,
Tel.: 07045-43402.
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Nationaler
Zwischenbericht
Internationales LEADER-Kooperationsprojekt Hugenotten- und Waldenserpfad.
Stand: Dezember 2007
Dieser Bericht wurde entnommen aus
http://www.region-burgwald-ederbergland.de
Original-Link:
http://www.region-burgwald-ederbergland.de/images/stories/Hugenotten/Zwischenbericht%20Dez.%20%202007.pdf
Dieser Artikel und die
Landkarte wurden entnommen aus der Homepage von der Region
Burgwald-Ederbergland.
http://www.region-burgwald-ederbergland.de/content/section/23/133/
Dort finden Sie auch weitere ausführliche Informationen.
Breite Projektinformationen auf der
Burgwaldmesse
Auf der 7. Burgwaldmesse am 22./23.
September 2007 in der Stadt Wetter wurde das Internationale
LEADER-Kooperationsprojekt „Hugenotten- und Waldenserpfad“ einer breiteren
Öffentlichkeit vorgestellt.
Auf einem eigenen Stand
präsentierten sich neben den fünf Hugenotten- und Waldenserorten im
Burgwald und Kellerwald auch die Deutsche Hugenottengesellschaft und die
Deutsche Waldenservereinigung, die Mitglieder im nationalen Komitée dieses
Projektes sind. Hier gab es umfassende Informationen über die Kulturarbeit
in den fünf Orten, in denen mithilfe des LEADER-Programms bereits eine
attraktive informative Ausschilderung umgesetzt wurde.
Französische Gäste waren auf dem
Internationalen Stand für die Partnerregionen in Frankreich aktiv, der
sich sich dem Konzept des Europäischen Qualitätsfernwanderwegs widmete.
Vorgestellt wurde der Verlauf dieses Weges, die eingebundenen Partner und
die Sehenswürdigkeiten an der 1.200 km langen Strecke. An Karten, Texten
und einer Bildschirmpräsentation konnten sich die Standbesucher
informieren.
Wer sich gut informierte, hatte die Chance, bei einem Projekt-Quiz einen
attraktiven Preis zu gewinnen – u.a. winkte eine Woche Aufenthalt in einem
typisch französischen Gîte (Ferienwohnung) in der südfranzösischen
Dauphiné.
Die Erzählschule Burgwald umrahmte
den Projektstand mit einer „Geschichtenecke“: Unter dem Motto „Der Weg der
Toleranz – Geschichten von Wanderungen“ wurden Geschichten erzählt und
erfunden, in deren Mittelpunkt die Hugenotten und Waldenser stehen.
Am Internationalen Projektstand gab es umfassende Informationen über den
europäischen Wegverlauf, die Projektziele und –inhalte.
Am regionalen Stand drängten sich die Besucher, um lokale Informationen zu
erhalten und den Wegverlauf durch Hessen und im Burgwald zu erkunden.
Regionalmanager Stefan Schulte erläutert Herrn Regierungspräsidenten
Schmid und den französischen Gästen Monsieur Vartanian und Monsieur
Hilaire den Verlauf des Internationalen Kooperationsprojekts am
Projektstand.

Karte aus:
http://www.region-burgwald-ederbergland.de/content/section/23/133/
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Dieser
Artikel wurde entnommen aus:
"KIRCHHAIN AKTIV" Ausgabe 6, Nr.
98, Juni 2007
Grünes Licht für neue Region Burgwald-Ederbergland ....
.... Ein weiteres bedeutsames Projekt ist der
internationale Wanderweg „Hugenottenpfad“. Hierzu stellte die
Projektbeauftragte, Frau Dr. Renate Buchenauer, den aktuellen Stand
Hugenottenpfad dar. Sie verwies darauf, dass der Aufbau der
Organisationsstrukturen gut voranschreitet. So gibt es mittlerweile eine
internationale und nationale Steuerungsgruppe und ein Gremium so genannter
Etappenmanager, die sich in den Regionen um die Verwirklichung des Weges
kümmern. Erfreulich ist das Engagement in Baden-Württemberg und in der
Schweiz. In Kürze wird eine Markt- und Marketingstudie in Auftrag gegeben,
die dieses Projekt sichern bzw. vorantreiben soll. Das internationale
Kooperationsprojekt wird erstmals am 22./23. September auf der
Burgwaldmesse in Wetter präsentiert werden. (Stefan Schulte)
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Dieser Artikel wurden entnommen aus der Homepage von der Region Burgwald-Ederbergland.
Juni 2007
http://www.region-burgwald-ederbergland.de/content/view/308/143/
Dort finden Sie weitere Informationen mit Fotos.
Projektablauf
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Gesamtrahmen des Projekts:
Zwischen der LEADER-Region Burgwald in
Hessen und der südfranzösischen Region an der Drôme, aus der vor über
300 Jahren Hugenotten und Waldenser aus Glaubensgründen fliehen mussten,
besteht seit 1998 eine vielseitige regionale Partnerschaft.
Historischer Hintergrund des Projekts
"Hugenotten- und Waldenserpfad“ ist das Thema Exil, das auch aktuelle
Gegenwartsbezüge hat. Das Projekt hat eine Vielzahl von Potenzialen im
Bereich Tourismus, Umwelt, Kulturerbe und Regionalgeschichte, die
aufgewertet werden können.
Die Einbindung der Schweiz sowie
Italiens als weitere internationale Projektpartner knüpft an die
Zielsetzung einer Annäherung dieser internationalen, nationalen und
regionalen Geschichte und einer positive Entwicklung unseres
Europa-Bewusstseins an.
Für die
beteiligten Regionen bietet das internationale Kooperationsprojekt, die
Schaffung eines durchgängigen Wanderweges „Auf den Spuren der
Hugenotten und Waldenser“ zwischen Poet Laval und Bad Karlshafen die
Chance, das gemeinsame kulturgeschichtliche Erbe unter dem Motto „Der
Weg der Toleranz“ für eine zukunftsfähige Entwicklung zu nutzen.
Diese Partnerschaft hat in den letzten Jahren weitere Regionen,
Kommunen, Kreise, Vereine und Verbände in Hessen und Baden-Württemberg
eingebunden, die nun gemeinsam das Ziel eines „Europäischen Wanderwegs
auf den Spuren der Hugenotten und Waldenser“ zwischen der Dauphiné in
Südfrankreich und Bad Karlshafen in Nordhessen verfolgen.
In Frankreich sind 2 Ländliche Regionen, in der Schweiz die
Schweizerische Hugenottengesellschaft, das Institut „viastoria“ an der
Universität Bern sowie das Musée internationale de la Réforme in Genf
und in Italien die Stiftung des Waldensischen Kulturzentrums Torre
Pellice als Partner eingebunden.
Der Verlauf des neuen Weitwanderwegs richtet sich nach den tatsächlichen
historischen Flucht- und Wanderwegen. Der Charakter des historischen
Weges änderte sich im europäischen Maßstab: während es innerhalb
Frankreichs ein Netz geheimer Pfade und Wege gab, wurden in der Schweiz
und den deutschen Ländern offizielle Wege und Transportarten genutzt.
Aus der Flucht wurde Schritt für Schritt und oft Jahre andauernd die
Suche nach einer neuen Heimat. Die Hugenotten und Waldenser brachten
dabei neue Techniken und Fertigkeiten mit: ein Technologie-Transfer, der
sich über mehrere Generationen bis heute anhand namhafter industrieller
und gewerblicher Firmen- und Familiennamen (Suchard, Nestlé, Blanc,....).
verfolgen lässt. Beispiele sind Textilverarbeitung, Uhrmacherhandwerk,
Spargelanbau und die Techniken der Buchdruckerkunst.
Der anvisierte Europäische Weg folgt der
folgenden Route:
Von dem Ort Poet-Laval im südfranzösischen Departement Rhone-Alpes über
die südfranzösischen Alpen bis Genf, durch die Schweiz entlang der Aare
über Schaffhausen nach Deutschland, über die schwäbische Alp, den
Schönbuch und Kraichgau führt er zum Odenwald. Von dort geht es weiter
über das Rhein-Main-Gebiet, den Hochtaunus, das Lahn-Dill-Bergland,
Marburg, Burgwald und Kellerwald bis in das nordhessische Bergland zum
Endpunkt Bad Karlshafen.
Zielsetzungen des
Projektes sind
- Die Bewusstmachung und Vermittlung
des kulturellen Hugenottenerbes zur Förderung der regionalen Identität
und Stärkung der touristischen Attraktivität;
- Die Schaffung eines internationalen,
kulturellen Qualitätswanderweges zur Stärkung der regionalen
Wertschöpfung;
- Die Einbindung neuer Projektpartner
zur Vergrößerung der Kooperation;
- Die Inwertsetzung des gemeinsamen
Kulturerbes durch die Anerkennung als «Europäischer Kulturweg»;
Der Europäische Weg
wird zur touristischen Attraktivierung und Wertschöpfung im Sinne
ländlicher Regionalentwicklung beitragen und die Wahrung und
Inwertsetzung des kulturellen Erbes stützen.
Konzeptionsarbeit
In der Vorbereitung
der Einrichtung und Bewerbung des Weges gilt es, eine Reihe
konzeptioneller Grundlagen auf internationaler Ebene abzustimmen. So
sind zwei Schwerpunkte die Einrichtung einer eigenen Projektdesigns und
die Klärung der Zielgruppenfrage und der späteren Marketingstrategien in
einer entsprechenden Studie. Mitte März 2007 wurde die Internationale
Leistung „Erstellung eines Corporate Identity“ beschränkt international
ausgeschrieben und nachfolgernd an eine französische Firma vergeben. Die
Grundlagen des Logos, Designs und der Ausschilderung und Markierung sind
erarbeitet, mit der Feinbearbeitung ist im Herbst 2007 zu rechnen. Die
Internationale Leistung „Touristische Markt- und Marketingstudie“ wurde
im Mai 2007 beschränkt in Deutschland ausgeschrieben und im Juli 2007
vergeben. Zwischenzeitlich wurde ein detaillierter Arbeits- und Zeitplan
durch das beauftragte Büro erstellt. Mit den Arbeiten zur
Bestandsaufnahme wird Ende Juli 2007 begonnen. Parallel wurde im Juni
2007 mit dem Aufbau internationaler, nationaler und regionaler
Etappenstrukturen in Deutschland begonnen.
Auf internationaler
Ebene wurde eine Internationale Steuerungsgruppe eingerichtet, die ca.
14 Personen umfasst.
Ihre
vornehmlichen Aufgaben sind:
- Benennung und Aufnahme neuer
Mitglieder
- Entscheidung über die Vergabe von
Aufträgen (CI, Marketing)
- Anerkennung der Ergebnisse von
Studien
- Perspektivenentwicklung
international (nach 2008)
- Controlling und Modifikation des
Finanzplans im Gesamtbudget (laufende Phase)
- Koordination der laufenden
Öffentlichkeitsarbeit und evtl. Publikationen, Veranstaltungen usw.
Die konstituierende
Sitzung der Nationalen Steuerungsgruppe folgte im Juni 2007 in
Neu-Isenburg/Hessen.
Sie hat
folgende Aufgaben:
- Benennung der Mitglieder zur
Entsendung in die Internationale Steuerungsgruppe
- Entscheidungsempfehlungen für die
Internationale Steuerungsgruppe
- Bearbeitung spezifischer Sachfragen
wie z.B. Qualitätsvorgaben/-sicherung und –abstimmung
- Kombination von
Öffentlichkeitsarbeit und eventuellen Publikationen
- Schnittstellenfunktion zwischen
Etappen-Kooperation und Internationaler Steuerungsgruppe
- Controlling und Modifikation des
Finanzplans im Nationalen Budget
- Perspektiventwicklung (z.B.
Marketing/Finanzierung) auf nationaler wie internationaler Ebene
- Vorbereitung der Projektphase ab
2008 mit entsprechender Organisationsentwicklung
Auf regionaler Ebene
werden nach einem einführenden Treffen von Vertretern der einzelnen
Etappen im Mai 2007 gegenwärtig die Details der Wegeführung und
Angebote entlang der Etappen in allen beteiligten Ländern
zusammengetragen. Damit verbunden entstehen regionale
„Etappennetzwerke“, die zudem die Aufgabe haben, tragfähige
Organisationsstrukturen aufzubauen und Finanzierungswege für die
Umsetzung auszuloten.
Die Arbeit in den
einzelnen Etappenabschnitten ist unterschiedlich ausgeprägt. Gegenwärtig
wird dort, wo die Detailwegführung noch nicht feststeht, die grobe
Wegführung erarbeitet, bis Ende 2007 soll auch hier die Detailwegführung
feststehen. Inzwischen hat sich insbesondere durch die intensive
Aufbauarbeit auf der Etappenebene die Zahl der lokalen und regionalen
Projektpartner, die das Projekt finanziell unterstützen bzw. maßgeblich
inhaltlich begleiten erweitert und umfasst in Deutschland 15 Städte und
Gemeinden in Einzelpartnerschaften, 5 Landkreise, 9 ländliche
Strukturregionen, 2 Naturparke, regionale Wanderverbände,
Plenum-Regionen (Baden-Württemberg) und Touristikverbände.
Die Routenstrecke
innerhalb Deutschlands ist bis auf einen kleineren Abschnitt in
Baden-Württemberg inzwischen organisatorisch-trägerschaftlich
gesichert.
Nächste
Schritte
Das beauftragte
Expertenbüro hat im August 2007 auf Ebene beider Staaten mit den
Arbeiten zur Bestandsanalyse, Zielgruppenanalyse und Expertenbefragung
begonnen. Diese Arbeiten finden in enger Kooperation mit den
verschiedenen Projektebenen statt. Das Projekt wurde unter Teilnahme der
französischen und der schweizerischen Partner auf der Burgwaldmesse im
September 2007 erstmals einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt.
Kontakt Koordination:
Büro Dr. Buchenauer
Großseelheimer Straße 8
35039 Marburg
06421/47673
buchenauer(AT)arcor.de
PROJECT M GmbH ·
Vor dem Roten Tore 1
D - 21335 Lüneburg
Tel +49 - 41
31 - 7 89 62 - 0
Fax +49 - 41 31 - 7 89 62 - 29
www.projectm.de
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| Aktuelles aus Perouse &
für Perouser
1200 Kilometer langer „Hugenotten- und Waldenserpfad“ wird
geplant
"Route der Toleranz"
Das erste Konzept für den
europäischen Wanderweg hat vor drei Jahren der Franzose Johannes Melzer
entwickelt.
Die "Route der Toleranz" soll den Fluchtweg der Hugenotten und Waldenser von
Frankreich nach Deutschland rekonstruieren. Von der südfranzösischen
Gemeinde Poet Laval im Departement Rhone-Alpes bis nach Bad Karlshafen in
Nordhessen.
Die Waldenser-Etappe soll über etwa 130 Kilometer führen und von Perouse,
Wurmberg, Pinache, Serres, Dürrmenz und Schönenberg sowie Kleinvillars und
Großvillars an allen größeren Waldenserdörfern der Region vorbeiführen.
Zuschuss für den Europäischen Wanderweg
"Hugenottenpfad"
Gemeinde Rutesheim:
Auf Empfehlung der Deutschen Waldenservereinigung e.V. hat der
Verwaltungsausschuss am 17.07.2006 beschlossen:
Die Gemeinde Rutesheim ist grundsätzlich bereit, einen Zuschuss in Höhe von
3.000 €, verteilt auf die Jahre 2006 bis 2008, für den Europäischen
Wanderweg "Hugenottenpfad" zu gewähren, wenn das waldensische Element
verstärkt und deutlicher eingebracht wird, unser Waldenserort Perouse in die
Wegeplanung eingebunden und auch entsprechend benannt wird und
Quelle:
www.perouse.info
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Dieser Artikel wurde entnommen aus:
PFORZHEIMER ZEITUNG
vom 27.04.2007,
Erstellt von: Horst Pieper
http://www.pz-news.de/muehlacker
Wanderweg
soll Tausende anlocken
Organisatoren der „Route der Toleranz“ drücken aufs Tempo – Weiler Sengach
fordert Anschluss
ÖTISHEIM / MÜHLACKER. Die Realisierung des „Hugenotten- und
Waldenser-Pfades“ aus den französischen Alpen über Mühlacker und Ötisheim
nach Nordhessen hat bereits begonnen. Jährlich sollen mehrere Tausend
Wanderer diese 1200 Kilometer lange „Route der Toleranz“ unter ihre
Stiefel nehmen. „Bei uns bestehen diese Wanderwege bereits“, stellte
Geschäftsführer Dietmar Gretter vom Naturpark Stromberg-Heuchelberg aus
Sternenfels fest, der gestern von der internationalen Steuerungsgruppe zum
„Etappen-Manager“ für diesen Wege-Abschnitt von Neuhengstett im Landkreis
Calw bis nach Großvillars berufen wurde.
Laut Bürgermeister Werner Henle aus Ötisheim sind alle Städte und
Gemeinden der Region einschließlich Mühlacker bereit, ihren Beitrag für
das Zustandekommen des europäischen Wanderweges zu leisten. Vor drei
Jahren hatte der heute in Brüssel als Unternehmensberater lebende Franzose
Johannes Melzer das erste Konzept für den europäischen Wanderweg
entwickelt. „Es bleibt noch viel Arbeit, aber ich fahre jetzt optimistisch
wieder nach Hause“, sagte er gestern beim Abschluss der Tagung gegenüber
der PZ. Schultes Henle will das Land Baden-Württemberg für das Projekt
gewinnen und möchte im nächsten Jahr in Ötisheim rechtzeitig zum
Gemeindejubiläum diese Waldenser-Etappe eröffnen. Sie würde über etwa 130
Kilometer führen und von Perouse, Wurmberg, Pinache, Serres, Dürrmenz und
Schönenberg sowie Klein- und Großvillars an allen größeren
Waldenserdörfern der Region vorbeiführen. Außerdem ist per Stichweg ein
Anschluss von Pforzheim fest eingeplant. Dafür ist aber bisher der
Anschluss vom Sengach bei Enzberg und von Corres an den Hugenotten- und
Waldenser-Pfad nicht vorgesehen. „Ein Stichweg sollte Wanderer in den Ort
führen. Wir sind eine Kolonie von Schönenberg und können das Dorf von uns
aus am nördlichen Rand des Teils sehen“, erläuterte Stadtrat Theo Bellon
vom 170 Einwohner zählenden Sengach seine Intervention. Wanderer sollten
die Möglichkeit erhalten, auf dieser Route den Sengach anzusteuern. Auf
das 120 Einwohner zählende Dorf Corres soll später wenigstens am
Waldenser-Wanderweg im Tal des Erlenbachs eine Informationstafel
hinweisen.
Waldenser-Bezug durchgesetzt
Die Gemeinschaft soll 230 000 Euro an Fördergeldern zur Verfügung haben.
„Der Enzkreis hat Mittel bereit gestellt“, sagte Kreisarchivar Konstantin
Huber. Gastgeber Henle sagte nach der Konferenz, hinter den Kulissen habe
im Gespräch mit den Partnern in Frankreich und in Hessen zuerst der
Waldenser-Bezug durchgesetzt werden müssen. Beim Logo für die
Wanderschilder sollen die regionalen Akzente zum Ausdruck gebracht werden. |
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Dieser Artikel wurde entnommen aus:
PFORZHEIMER ZEITUNG
vom 24.04.2007,
Erstellt von: Horst Pieper
http://www.pz-news.de/muehlacker
Europa-Route
führt zu Waldensern
Kommission in
Brüssel finanziert internationalen Wanderweg von Frankreich über Dürrmenz
und Ötisheim nach Nordhessen.
ÖTISHEIM/MÜHLACKER. Die Weichen sind gestellt: Eine „Route der Toleranz“
soll den Fluchtweg der Hugenotten und Waldenser von Frankreich nach
Deutschland rekonstruieren. Ötisheim soll ein Knotenpunkt des Weges
werden.
Seit zwei
Jahren bemüht sich die Deutschland-Koordinatorin Renate Buchenauer aus
Marburg um die Realisierung des länderübergreifenden Wanderweges von
Frankreich durch die Schweiz nach Deutschland, dessen erste Etappen im
nächsten Jahr in Baden-Württemberg und in Hessen eingeweiht werden sollen.
Bürgermeister Werner Henle aus Ötisheim brachte frühzeitig die Rolle
seiner Gemeinde als Zentrum der Waldenser-Vereinigung in Deutschland ein.
Ebenso will sich der Enzkreis für das Vorhaben engagieren. „Wir haben ein
sehr großes Interesse am Gelingen dieses Projektes“, sagte gestern
Archivchef Konstantin Huber aus dem Landratsamt zur PZ. Immerhin gehöre
der östliche Enzkreis zu den Kernregionen der Waldenser in Deutschland.
Kaufkraftgewinn durch Tourismus
Eine internationale Expertenrunde hat große Erwartungen an den 1200
Kilometer langen „Hugenotten- und Waldenserpfad“.
Die Fluchtroute der Glaubensflüchtlinge aus Südfrankreich soll nach den
Wünschen der Deutschland-Koordinatorin, einer promovierten Stadtplanerin,
einmal die Popularität des Jakobsweges erreichen, der jährlich Tausende
von Pilgern anzieht. Bis zum Ende des Jahrzehnts soll die gesamte Strecke
als „Route der Toleranz“ ausgeschildert und freigegeben sein. Die
Europäische Union in Brüssel will ebenso mehrere Zehntausend Euro an
Förderung zur Verfügung stellen. Dabei haben Fachhistoriker wie der
wissenschaftliche Berater des Waldenser-Museums in Ötisheim-Schönenberg,
Albert de Lange, ihre Routenvorschläge der internationalen
Steuerungsgruppe bereits vorgelegt. Von Poet Laval an den Ausläufern der
französischen Alpen soll der europäische Wanderweg über Genf, Schaffhausen
und Balingen nach Neuhengstett bei Calw führen. Dann soll die Route über
Rutesheim-Perouse und dem früheren Lucerne bei Wurmberg nach Serres und
Pinache bei Wiernsheim, Mühlacker-Dürrmenz und zur Waldenser-Zentrale nach
Schönenberg bei Ötisheim führen. Von dort soll die Strecke über
Kleinvillars bei Knittlingen und Oberderdingen-Großvillars nach Gochsheim
und Heidelberg weiterlaufen. „Es sind zusätzlich Abstecher nach Pforzheim
und Bretten geplant“, betonte Renate Buchenauer. Am Hugenotten-Einfluss in
Pforzheim mit Gründung der Schmuckindustrie könne das europäische
Wanderweg-Projekt „nicht so einfach vorbei gehen“. Endpunkt des Pfades
soll die Weser-Stadt Bad Karlshafen in Nordhessen sein. Einige Gemeinden
an der Wanderroute engagieren sich finanziell. „Wir wollen uns mit etwa
3000 Euro beteiligen“, gab Schultes Werner Henle an.
Etwa 50 000 Euro legen Kommunen und Regionen bereit. In Ötisheim sollen
bei der internationalen Tagung, die morgen im Waldenser-Museum beginnt,
von französischen Experten Werbesymbole für den Kultur-Wanderweg
vorgestellt werden. Der Vorsitzende des Gewerbevereins in Ötisheim, Erwin
Ferkaluk, sprach von „großen Chancen“ für die Gastronomie und den
Tourismus am Ort. Das Zentrum der Waldenser-Bewegung soll Etappenort
werden. Außerdem schlug er als nächstes Vorhaben eine Waldenser-Straße für
Auto-Touristen vor.
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ZUM THEMA
Historische Fluchtroute
Von der 3000 Einwohner großen südfranzösischen Gemeinde Poet Laval im
Departement Rhone-Alpes bis nach Bad Karlshafen in Nordhessen soll
der „Hugenotten- und Waldenserpfad“ führen. Der
Europäische
Wanderweg soll sich an der Route orientieren, die vor mehr als 300
Jahren die Glaubensflüchtlinge genommen haben. Alle Waldenserorte
der Region sollen an dieser Route liegen. Zu einer Tagung am
Mittwoch und Donnerstag im Waldensermuseum in Schönenberg werden 14
Experten aus Frankreich, der Schweiz, Italien und Deutschland
erwartet. Diese internationale Steuerungsgruppe will den
Routenverlauf festlegen. Die Europäische Union will das
länderübergreifende Kulturprojekt mit einem fünfstelligen Betrag
fördern. |
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Dieser Artikel wurde entnommen:
Webseite von www.leaderplus.de (Mai
2007)
Hugenotten-Kooperationsprojekt
In der
Region Burgwald existieren fünf Orte, deren Gründung auf hugenottische
Wurzeln zurückzuführen ist. Um das gemeinsame Erbe aufzuwerten, ist die
Idee entstanden, in einem Kooperationsprojekt mit der französischen
Partnerregion Préalpes Drômoises, aus der die Hugenotten stammen,
verschiedene Projekte gemeinsam auf den Weg zu bringen. Aus der bereits
1998 begonnenen LEADER-Kooperation ging 2004 die Idee hervor, einen ersten
Qualitätswanderweg auf den Spuren der Hugenotten zu planen.
Der Umsetzungszeitraum beginnt im Jahr 1998 und dauert bis heute an.
Fahrten und gegenseitige Treffen der Bürger beider Regionen haben
stattgefunden. Konkrete Projekte wurden zusammen erarbeitet. Ein Projekt
ist die gemeinsame Produktvermarktung, in der repräsentative Produkte aus
Landwirtschaft, Handwerk und Kunsthandwerk in der jeweiligen Partnerregion
angeboten und verkauft werden. Die Vermarktung erfolgt nicht nur in
Geschäften, sondern auch auf Märkten und Messen mit entsprechenden
Informationen über die Regionen. Die gemeinsame Geschichte wurde als
Theaterstück aufgearbeitet und als Freilichtaufführung präsentiert, die
Erzähltradition belebt und ein Jugendaustausch organisiert. Dazu bauten
Jugendliche vier Bauwagen zu zwei Übernachtungs-, einen Küchen- und
Toilettenwagen um. Französische und deutsche Jugendliche überführten die
Erlebniswagen im Rahmen eines Trekkings "Auf den Spuren der Hugenotten
durch den Burgwald" von Frankreich in die Region Burgwald. Die
Jugendlichen unternahmen dabei zusammen eine Woche lang gemeinsame
Ausflüge und übernachteten in den Erlebniswagen. Die Erlebniswagen werden
derzeit in der Region Burgwald für verschiedene Veranstaltungen genutzt.
Bedeutsame hugenottische Gebäude wurden mit einheitlicher Ausschilderung
versehen und Museen eingerichtet bzw. durch die Anschaffung
charakteristischer Ausstellungsstücke ergänzt. Ein Hugenottenradweg führt
zu den entsprechenden Orten. Gemeinsame Planungen mit Frankreich bestehen
derzeit, um einen internationalen Wanderweg über die Schweiz bis
Nordhessen einzurichten, auf dem der Wanderer den Fluchtweg der Hugenotten
nachvollziehen und die Siedlungsorte besichtigen kann. Hierzu soll noch in
LEADER+ ein Kooperationsantrag gestellt werden.
Die Aufwertung des gemeinsamen Erbes mittels der Projekte birgt ein großes
touristisches Potential in sich. Alle Projekte stellen eine Bereicherung
des touristischen Angebotes dar und bieten den geschichtsinteressierten
Besuchern einen hohen Erlebniswert. Die Region Burgwald erfährt außerdem
eine international touristische Anbindung an andere Regionen.
Das transnationale Kooperationsprojekt "Hugenottenpfad" vereinigt die
folgenden gleichrangigen Ziele:
- Bewusstmachung und Vermittlung des kulturellen Hugenottenerbes zur
Förderung der regionalen Identität und Stärkung der touristischen
Attraktivität
- Schaffung eines internationalen Qualitätswanderweges zur Stärkung der
regionalen Wertschöpfung
- Inwertsetzung des gemeinsamen Kulturerbes durch die Anerkennung als
"Europäischer Kulturweg".
Beteiligte Partner:
Viele Partner wirken bei dem Hugenottenprojekt mit. Die wichtigsten sind:
- Lokale Aktionsgruppen: Kassel-Land, Kellerwald-Edersee,
Lahn-Dill-Bergland, Odenwald, Pays du Diois, Des calades et des senteurs
- Beteiligte Kommunen in Deutschland und Frankreich
- Landkreise
- Kultur- und Geschichtsvereine
- VIASTORIA, Schweiz
- Wanderverbände
- Tourismusorganisationen
- Viele Privatpersonen in Arbeitsgruppen in Frankreich und Deutschland u.a.
mit hugenottischen Vorfahren
Finanzierung:
Da das Hugenottenprojekt noch andauert, können keine genauen Zahlen
genannt werden. Bisher wurden die Projekte insgesamt mit rund 145.000 EUR
gefördert. Die Eigenanteile wurden von den beteiligten Kommunen,
Sponsoren, Leistungsträger und der Entwicklungsgruppe Region Burgwald e.V.
gestellt. |
Dieser Artikel wurde entnommen aus:
www.region-odenwaldkreis.de,
Nachricht vom 25.3.2007
Internationales
Kooperationsprojekt „Hugenotten – und Waldenserpfad“
Mit der Nationalen Startveranstaltung im Waldenserort Wembach-Hahn im
Odenwald ist ein Europäisches Partnerschaftsprojekt einen weiteren Schritt
zur Umsetzung weitergekommen.
Zwischen der Region Burgwald in Hessen und und der südfranzösischen Region
an der Drôme, aus der vor über 300 Jahren Hugenotten und Waldenser aus
Glaubensgründen fliehen mussten, besteht seit 1998 eine vielseitige
regionale Partnerschaft.
Diese Partnerschaft hat in den letzten Jahren weitere Regionen, Kommunen,
Kreise, Vereine und Verbände eingebunden, die nun gemeinsam das Ziel eines
„Europäischen Wanderwegs auf den Spuren der Hugenotten und Waldenser“
zwischen der Dauphiné in Südfrankreich und Bad Karlshafen in Nordhessen
verfolgen.
Historischer Hintergrund des Projekts ²Hugenottenpfad² ist das Thema Exil,
das auch aktuelle Gegenwartsbezüge hat. Das Projekt hat eine Vielzahl von
Potentialen im Bereich Tourismus, Umwelt, Kulturerbe und
Regionalgeschichte, die aufgewertet werden können.
Die Einbindung der Schweiz sowie Italiens als weitere internationale
Projektpartner knüpft an die Zielsetzung einer Annäherung dieser
internationalen, nationalen und regionalen Geschichte und einer positive
Entwicklung unseres Europa-Bewusstseins an.
Für die beteiligten Regionen bietet das internationale
Kooperationsprojekt, die Schaffung eines durchgängigen Wanderweges „Auf
den Spuren der Hugenotten und Waldenser“ (Deutscher Teil), „Auf den Spuren
der Hugenotten“ (Französischer Teil) zwischen Poet Laval und Bad
Karlshafen die Chance, das gemeinsame kulturgeschichtliche Erbe für eine
zukunftsfähige Entwicklung zu nutzen.
Inzwischen hat sich die Zahl der Projektpartner, die das Projekt
finanziell unterstützen bzw. maßgeblich inhaltlich begleiten erweitert und
umfasst in Deutschland 14 Städte und Gemeinden in Einzelpartnerschaften, 4
Landkreise , 9 ländliche Strukturregionen, 2 Naturparke, Wanderverbände,
Touristikverbände sowie die Deutsche Hugenottengesellschaft und die
Deutsche Waldenservereinigung.
In Frankreich sind 2 Ländliche Regionen , in der Schweiz die
Schweizerische Hugenottengesellschaft, das Institut „viastoria“ an der
Universität Bern sowie das Musée internationale de la Réforme in Genf und
in Italien die Stiftung des Waldensischen Kulturzentrums Torre Pellice als
Partner eingebunden.
Der Verlauf des neuen Weitwanderwegs richtet sich nach den tatsächlichen
historischen Flucht- und Wanderwegen.
Der Charakter des historischen Weges änderte sich im europäischen Maßstab:
während es innerhalb Frankreichs ein Netz geheimer Pfade und Wege gab,
wurden in der Schweiz und den deutschen Ländern offizielle Wege und
Transportarten genutzt. Aus der Flucht wurde Schritt für Schritt und oft
Jahre andauernd das Finden einer neuen Heimat. Die Hugenotten und
Waldenser brachten dabei neue Techniken und Fertigkeiten mit: ein
Technologie-Transfer, der sich über mehrere Generationen bis heute
verfolgen lässt. Beispiele sind Textilverarbeitung Uhrmacherhandwerk,
Spargelanbau und die Techniken der Buchdruckerkunst. Der anvisierte
Europäische Weg folgt dieser Route:
Von dem Ort Poet-Laval im südfranzösischen Departement Rhone-Alpes über
die südfranzösischen Alpen bis Genf, durch die Schweiz entlang der Aare
über Schaffhausen nach Deutschland, über die schwäbische Alp, den
Schönbuch und Kraichgau führt er zum Odenwald. Von dort geht es weiter
über das Rhein-Main-Gebiet, den Hochtaunus, das Lahn-Dill-Bergland,
Marburg, Burgwald und Kellerwald bis in das nordhessische Bergland zum
Endpunkt Bad Karlshafen.
Zielsetzungen des Projektes sind
· Die Bewusstmachung und Vermittlung des kulturellen Hugenottenerbes zur
Förderung der regionalen Identität und Stärkung der touristischen
Attraktivität ;
· Die Schaffung eines internationalen, kulturellen Qualitätswanderweges
zur Stärkung der regionalen Wertschöpfung ;
· Die Einbindung neuer Projektpartner zur Vergrößerung der Kooperation;
· Die Inwertsetzung des gemeinsamen Kulturerbes durch die Anerkennung als
«Europäischer Kulturweg».
Der Europäische Weg wird entlang des Weges zur touristische
Attraktivierung und Wertschöpfung im Sinne ländlicher Regionalentwicklung
beitragen und die Wahrung und Inwertsetzung des kulturellen Erbes stützen.
In der Vorbereitung der Einrichtung und Bewerbung des Weges sind noch eine
Reihe konzeptioneller Grundlagen zu regeln. So sind zwei Schwerpunkte die
Einrichtung einer eigenen Projektdesigns und die Klärung der
Zielgruppengfrage und der späteren Marketingstrategien in einer
entsprechenden Studie. Gleichwohl sollen bereits in Kürze die Details der
Wegeführung und Angebote entlang der Etappen zusammengetragen werden.
Gleichzeitig sind die internationalen Beziehungen zu festigen.
Aus diesem Grunde kamen am vergangenen Donnerstag im Waldensort
Wembach-Hahn, einem Stadtteil von Ober-Ramstadt im Odenwald die deutschen
Partner des Projekts zusammen, um sich inhaltlich zu informieren und die
Arbeits- und Verantwortungsstrukturen zu klären. Herr Bürgermeister Werner
Schuchmann begrüßte die etwa 20 Partnervertreter und sagte vor dem
Hintergrund der bis heute engen Verbindung der Stadtteile Rohrbach und
Wembach-Hahn zu dem Waldenserort Pragelato im Piemont die Unterstützung
und das Interesse der Stadt Ober-Ramstadt für das Europäische
Wanderwegprojekt zu.
Nach einer grundlegenden Einführung in die Inhalte und Ziele des Projekts,
das Verfahren und den geplanten Strukturaufbau der Kooperation durch die
Projektleitung (Region Burgwald e.V., Herr Stefan Schulte) und die
beauftragte Projektkoordinatorin , Frau Dr. Renate Buchenauer wurden die
Einzeletappen der Wegstrecke in Baden-Württemberg und Hessen und die
Übernahme von Verantwortungen auf diesen Etappen geregelt.
„Etappenmanager“ werden künftig für diese Wegstrecken zuständig sein und
gemeinsam mit den Kommunen, Touristikverbänden und den Kultur- und
Wandervereinen die Wegführung und Begleitangebote bearbeiten. Das erste
Treffen der Etappenmanager-Vertreter wird im Mai in der Stadt Braunfels
stattfinden.
Gleichzeitig wurde die Basis für die Gründung der Nationalen
Steuerungsgruppe gelegt, der Vertreter der beteiligten Kommunen,
Landkreise, Naturparke, Ländlichen Regionen, Wander- und
Tourismusverbänden und Kulturhistorischen Gruppen umfasst. Die Nationale
Steuerungsgruppe wird sich das erste Mal im Juni 2007 treffen.
Koordination:
Dr. Renate Buchenauer, Großseelheimerstr. 8, 35039 Marburg
Te.: 06421/47673, E-Mail:
planungsbuerodrbuchenauer(at)yahoo.de |
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Artikel wurde entnommen aus:
Leonberger Kreiszeitung
vom 02.09.2006:
Perouse soll Anschluss an einen
Europa-Wanderweg erhalten
Hessen planen einen Hugenottenpfad von Süddeutschland nach Frankreich -
Auch an die Fluchtrouten der Waldenser will man erinnern
Perouse. Der Jakobsweg ist in Mode wie seit dem Mittelalter nicht mehr.
Keinen Pilgerweg, sondern eine lebendige Erinnerung an die
Fluchtbewegungen der Protestanten in Europa plant die hessische Region
Burgwald: einen Wanderweg, der 2008 auch über Perouse führen könnte.
Von Michael Schmidt
Vom Fuß der Westalpen ins beschauliche Mitteleuropa ist es ein weiter Weg
- geht man ihn zu Fuß. Ein 1200 Kilometer langer Hugenottenpfad soll von
der Région Dauphiné in Südostfrankreich über die alpinen
Savoyentäler,
die Schweiz und schließlich über Süddeutschland nach Hessen führen.
Derzeit sucht die Region Burgwald, nördlich von Marburg, nach Geldgebern -
und ist dabei auch auf die deutschen Waldensergemeinden gestoßen. Denn mit
Kosten von rund 480 000 Euro rechnet Stefan Schulte, Geschäftsführer der
Region Burgwald, um den Weg zu markieren und vor allem touristisch zu
vermarkten. Entscheidungen der EU-Fördergelder stehen noch aus, allerdings
hat er sich ebenso nach anderen Fördertöpfen umgeschaut. So gibt es
Kontakte mit der "Via Storia"-Bewegung in der Schweiz, die historische
Wegverbindungen aufspürt und erhalten will. Ebenso wurde die deutsche
Waldenservereinigung mit ins Boot geholt. DerenPräsident, Herbert Temme,
begrüßt das Vorhaben. Er empfiehlt jedoch zugleich den beteiligten
Waldensergemeinden, einen Zuschuss nur dann zu gewähren, wenn das Projekt
"Hugenotten- und Waldenserpfad" heißt, weil historisch-theologisch
betrachtet Waldenser und Hugenotten kaum etwas gemein haben. Allein die
grausame Verfolgung und die Umstände bei der Flucht waren die gleichen.
Der bekannte schwäbische Waldenserforscher Albert de Lange hat bereits
eine Wegstrecke durch Württemberg ausgearbeitet, die eben auch die Region
Stuttgart und die Waldensergründung Perouse berührt.
Der Rutesheimer Gemeinderat ließ sich nicht lange bitten und ist bereit,
in den kommenden zwei Jahren einen Beitrag von 3000 Euro beizusteuern,
wenn der 1100 Einwohner große Ortsteil entsprechend ans Wegenetz
angebunden werden soll.
Für die Streckenführung wiederum haben sich die Initiatoren Großes
vorgenommen: Der "Erste Europäische Qualitätswanderweg" schwebt dem
Projektleiter Stefan Schulte vor. "Unser Vorteil ist, dass sich die
historischen Fluchtbewegungen der Protestanten häufig abseits der
Hauptverkehrsrouten bewegten und in Deutschland eine Suchbewegung durch
die Provinz war." So könne man eine für Wanderer attraktive Route durch
die schönste Natur anbieten. Daneben sollen nicht nur touristische
Angebote im Mittelpunkt stehen, sondern Wanderer sollten ebenso "auf dem
Weg zu sich selbst finden" und "lebendige Geschichte entdecken" können.
Schulte hofft auf baldiges "grünes Licht" aus Brüssel, dann könnte aus der
bisherigen Zusammenarbeit zwischen einer französischen und deutschen
Randregion eine Kooperation von vier europäischen Ländern entstehen.
Positive Signale hat er aus der Schweiz und Italien bereits erhalten. "Wir
planen eine entsprechende Marketingstudie, die dann das endgültige Konzept
klären soll. Auch wie wir die Wünsche der Beteiligten unter einen Hut
bekommen", sagt Schulte Er ist guter Dinge, dass sich bis 2008 die ersten
Waldenserwanderer auf den Weg machen könnten. Als Spurensucher in der
Vergangenheit.
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Dieser
Artikel wurde entnommen aus:
Entwicklungsgruppe Region Burgwald e.V.
www.hochland-markt.de
Newsletter 01/06 – Winter 2006 –
Hugenottenpfad
Mit Hochdruck arbeitet die Geschäftsstelle derzeitig an
der Machbarkeitsstudie zum Hugenottenpfad. Gemeinsam mit den französischen
Partnern wurde für die LEADER+ Förderung ein Maßnahmen- und
Finanzierungspaket geschnürt. Im Rahmen der internationalen Kooperation
ist geplant, dass eine internationale Steuerungsgruppe die wichtigsten
Maßnahmen koordiniert wird. Für das Innen- und Außenmarketing soll
zunächst ein Label entstehen und ein grundlegendes Marketingkonzept
erarbeitet werden. Bis Ende 2008 sind auch internationale Veranstaltungen
geplant, um für das Projekt zu mobilisieren. Sowohl die internationale
Kooperation wie auch die nationale soll in den Händen der
Entwicklungsgruppe Region Burgwald liegen. National geht es darum, die
Infrastruktur entlang des Wanderweges zu erfassen, den Wanderweg nach
Qualitätsgesichtspunkten festzulegen, sowie Infrastrukturmaßnahmen für den
Kulturbereich vorzubereiten. Außerdem sind Gelder für das Innenmarketing
und die Mobilisierung vorgesehen. Allerdings gilt es bis Ende März die
Eigenanteilsfinanzierung zu klären.
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Dieser
Artikel wurde entnommen aus:
Entwicklungsgruppe Region Burgwald e.V.
www.hochland-markt.de
Newsletter 02/06 – Sommer / Herbst 2006 –
Hugenottenpfad
Anfang Juli 2006 hat die Entwicklungsgruppe
Region Burgwald eine Machbarkeitsstudie zum Hugenottenpfad vorgelegt. In
der Studie konnte ein grundsätzlich großes Interesse und eine Befürwortung
des Projektes sowohl bei den touristischen Institutionen wie auch bei den
am Wege liegenden Kreisen, Städten und Gemeinden festgestellt werden.
Insbesondere die Hugenotten- und Waldensergemeinden unterstützen das
Projekt auch finanziell. Insgesamt konnte eine Unterstützung von 50.000 €
akquiriert werden. Mit weiteren 50.000 € beteiligen sich die beteiligten
Regionen. Damit ist die Eigenanteilsfinanzierung von 20 % sichergestellt.
Derzeit werden noch verschiedene Fragen mit dem Ministerium geklärt. Die
Bewilligung des Projektes wird für September erwartet.
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Dieser
Artikel wurde entnommen aus:
Homepage der SPD Ehringshausen
www.spd-ehringshausen.de
Förderung: Finanzielle Mittel für das
Hugenottenmuseum / Alte Schule Daubhausen
Die SPD – Fraktion
beantragt: Die Gemeindevertretersitzung beschließt, für die Sanierung und
Ausgestaltung des Hugenottenmuseums in der Alten Schule Daubhausen im
Rahmen einer außerplanmäßigen Ausgabe nach § 100 HGO Haushaltsmittel in
Höhe von 30.000 Euro bereitzustellen.
Dem Bauausschuss und dem Ausschuss für Soziales ist in einer der nächsten
Sitzungen das Museumskonzept vorzulegen und zu erläutern.
Begründung:
Weit und breit ist ein solches „Themenmuseum“ einzigartig und muss daher
auch im Zusammenhang mit der Regionalentwicklung Lahn-Dill-Bergland
gesehen werden (Förderung des Tourismus etc.). In
diesem Verband ist die Gemeinde Ehringshausen seit Jahren Mitglied.
Dem Museum kommt aufgrund der Anbindung an den Internationalen
Hugenottenpfad im Rahmen des EU-Projektes „LEADER“ regional und
überregional eine herausragende Bedeutung zu. Das Museumskonzept wurde
durch den Hugenottenverein und unter Beratung des Hess. Museumsverbandes
konzipiert. Das Museum ist in Zusammenhang mit der Kirche ein
unverwechselbares Ensemble. Es steht im engen Zusammenhang zum
Hugenottenwanderweg und weiteren historischen Destinationen.
In weiterer Planung ist, dass in einem Nebenraum Dokumente und Fotos
etc. der Dorfgeschichte archiviert werden können.
Darüber hinaus dürfte auf lange Sicht hin die Refinanzierung durch die
Vermietung von drei Wohneinheiten gesichert sein.
SPD-Fraktion, Oliver Wild, Fraktionsvorsitzender |
Entnommen aus
http://www.rutesheim.de
Aus der Gemeinderatssitzung am 31. Juli 2006:
Zuschuss für den Europäischen Wanderweg
"Hugenottenpfad"
Auf Empfehlung der Deutschen
Waldenservereinigung e.V. hat der Verwaltungsausschuss am 17.07.2006
beschlossen:
Die Gemeinde Rutesheim ist
grundsätzlich bereit, einen Zuschuss in Höhe von 3.000 €, verteilt auf die
Jahre 2006 bis 2008, für den Europäischen Wanderweg "Hugenottenpfad" zu
gewähren, wenn das waldensische Element verstärkt und deutlicher
eingebracht wird, unser Waldenserort Perouse in die Wegeplanung
eingebunden und auch entsprechend benannt wird und der Wanderweg als
"Hugenotten- und Waldenserpfad" bezeichnet wird.
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